Musik ist für mich...

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Sven Plöger

Moderator

Musik ist für mich zunächst mal ein passiver Genuss. Musik hören tue ich sehr gerne. Auch quer durch den Garten. Mir muss es nur gefallen, dann ist es mir egal, ob es Popmusik, Jazz, Kirchenmusik oder klassische Musik ist - gerne übrigens Klavier und Cello, denn letzteres habe ich in meiner Jugend selbst gespielt. Musik machen - also singen - tue ich nicht gerne. Würde ich jetzt mal flott ein Lied anstimmen, wüssten Sie warum. Das hat mit Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen zu tun, denn wenn ich ein »C« singen soll, wird es ganz sicher ein »H«, ein »D« oder ein »Es«. Laut singen würde ich nur, wenn ein großer Raum aus irgendwelchen Gründen schnell evakuiert werden müsste - da könnte meine Gesangskunst sicher helfen. Trotzdem mag ich es, wenn in großen Runden gesungen wird und ich mittendrin bin. Ich bewege dann - erkennbar übertrieben - meine Lippen und lächele freundlich aber unbestimmt, wenn mich jemand erstaunt ansieht. Es gibt aber drei Ausnahmen, wo auch ich mitsinge - und diese drei sind Kirchenlieder! »O Du fröhliche« und »Danke!« sind zwei davon. Es ist nämlich wunderschön und macht Freude, wenn die ganze Gemeinde mit Inbrunst und einem bis vor die Tür hörbaren Fortissimo ihre Stimme ertönen lässt. Das dritte Lied ist »Alle Jahre wieder«. Bei diesem Lied bin ich nämlich seit meinem dritten Lebensjahr ungewöhnlich textsicher: »Kehrt mit seinem Besen ein in jedes Haus . «, habe ich verstanden und daher auch stets kraftvoll gesungen. »Womit soll man außer einem Besen auch sonst kehren?«, dachte sich der dreijährige Sven. Und weil Gottes Sohn ja immer zu diesem Zweck bei uns vorbeikam, habe ich auch mühelos verstanden, warum meine Eltern immer vom »lieben Gott« sprachen. Ich mag sie, die Musik und die Gedankenwelt der Kinder!


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 20. Juni 2017 12:25