Musik ist für mich...

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Wolfgang Niedecken

Musiker

Mein Lieblingslied ist von Bob Dylan. Sein »Like a Rolling Stone« war mein ganz persönlicher Urknall, in seiner Bedeutung für mein Leben kaum zu überschätzen. Nachdem ich den elektrifizierten Dylan kennengelernt hatte, diesen spindeldürren »Song and Dance Man« mit dem explodierenden Bewusstsein, dem dünnen, wilden Quecksilbersound, den Übungen in tonaler Atemkontrolle, den Skelett-Tonarten im Regen und den rauschhaft in die Maschine gehackten Versen, von denen jeder einzelne klang, als wäre er nur für mich geschrieben, genügte es mir nicht mehr, Lieder nur zu hören oder nachzuspielen. Ich musste selbst Songs schreiben, eigene Wörter finden und durfte es keinem anderen überlassen, meine Geschichte zu erzählen. Ich musste selber Sänger werden. Die Ideen dafür, die Melodien und Wörter, liegen bis heute in der Luft. Meine Antennen sind auf Empfang, meine Neugierde hat Konjunktur: »Once upon a time you dressed so fine / You threw the bums a dime in your prime, didn't you? / People' d call, say, »Beware doll, you're bound to fall« / You thought they were all kiddin' you / You used to laugh about / Everybody that was hangin' out / Now you don't talk so loud / Now you don't seem so proud / About having to be scrounging for your next meal // How does it feel / How does it feel / To be without a home / Like a complete unknown / Like a rolling stone? .« Text und Melodie: Bob Dylan (vom Album »Highway 61 Revisited«, 1965)


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 20. Juni 2017 12:25