Musik ist für mich...

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Georg Kallweit

Konzertmeister

Allein die Frage nach meinem Lieblingslied finde ich wunderbar! Die Lieder unseres Gesangbuches - vor allem die alten - sind für mich ein wesentlicher Grund, weshalb ich überhaupt zum Gottes dienst gehe und dort oft eine Gänsehaut bekomme. Wenn sich mir Auslegungen der Bibeltexte mitunter nicht vollständig erschließen, verstehe ich mental beim Singen alles, mit jeder Silbe und mit jedem Ton. Es gibt für mich eine längere »Hitliste« - wenn ich aber »Was Gott tut, das ist wohlgetan« und dann noch mit den Orgelvariationen von Johann Pachelbel höre, weiß ich vor Glück nicht ein noch aus - was mir fast peinlich ist zu sagen, weil es übertrieben klingen mag. Die Pachelbelsche Harmonisierung und auch die Variationen sind aber so schön, mystisch-unergründlich, humorvoll, zart, frech, sinnlich und farbig wie Musik, die mich berührt, nur sein kann und wie unser Leben zum Glück manchmal ist. Verbindet sich auch mein Weg zur Kirche hin und wieder mit Zweifeln und Überwindung - die Lieder wischen sie für kürzere oder auch längere Zeit hinweg. Und ich gehe zuversichtlicher in den Tag: »Was Gott tut, das ist wohlgetan! / Es bleibt gerecht sein Wille; / wie er fängt meine Sachen an, / will ich ihm halten stille. / Er ist mein Gott, der in der Not / mich wohl weiß zu erhalten, / drum laß' ich ihn nur walten. Text: Michael Altenburg, Samuel Rodigast, Melodie: Severus Gastorius (1675), Johann Sebastian Bach (1724)


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 20. Juni 2017 12:25