Musik ist für mich...

zurück

Izabela Gogolewska

Psychoanalytikerin

Musik begleitet mich von der Wiege an. Als ich klein war, haben meine beiden Großmütter viel für uns gesungen, insbesondere Schlager, die vor dem Krieg in den dreißiger Jahren bekannt waren. Meine Großmutter väterlicherseits sang mein Lieblingslied »Rebeka« - ein jüdischer Tango von Bialostocki und Wlast. Vor dem Krieg sang es Adam Aston, später viele andere. Am liebsten aber hörte ich meine Großmutter oder Ewa Demarczyk. Es ist ein wehmütiges Lied über Liebe auf dem ersten Blick - unerfüllt, melancholisch und verträumt. Wenn ich jetzt Wehmut und Sehnsucht nach meiner Heimat spüre, singe ich leise das Lied, denke an meine Großmutter und die Familie, die mir den Zugang zur jüdischen Kultur eröffnet haben: »I serce me w ukryciu / Cicho szepnelo: to jest on! / I nie wiem skad, przeciez jestes obcy, / Sa w miescie inni chlopcy. / Ciebie pamietam z wszystkich stron. / Kupiles i w mym sklepiku, / Zwykle tak pelnym krzyku / Wszystko zamilklo, nawet ja! / Mowiac ty sie smiales do mnie, / Ach jak mi zal ogromnie, / Ze cie nie znalam tego dnia . « Text: Andrzey Wlas, Melodie: Zygmunt Bialostocki (1933)


Copyright Evangelische Kirche in Deutschland2017 | Datenschutz | Impressum | Sitemap
Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 20. Juni 2017 12:24