Musik ist für mich...

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Marianne Birthler

Politikerin

Eines meiner absoluten Lieblingslieder ist »Die freie Republik«. Ich mag das Lied, weil ich die Liebe zur Freiheit unwiderstehlich finde, erst recht, wenn sie mit Trotz und Witz verbunden ist: »In dem Kerker saßen / zu Frankfurt an dem Main / schon seit vielen Jahren / sechs Studenten ein, / die für die Freiheit fochten / und für das Bürgerglück / und für die Menschenrechte / der freien Republik. . « Text: Anonym (nach 1837, geht zurück auf das »Lied der Verfolgten« von Wilhelm Sauerwein), Melodie: nach »Hat man brav gestritten« aus dem Theaterstück »Der alte Feldherr« (1825). - Genauso ist mir das Lied »Mariechen saß weinend im Garten« sehr nahe. Meine Großmutter, die selbst fast noch als Kind aus Schlesien nach Berlin »in Stellung« ging, sang uns dieses und noch viele andere Küchenlieder oft vor. Es hat sich mir eingeprägt. Für mich waren diese Lieder nie lustig, sondern immer Lieder, die von jungen Frauen erzählten, die ein schrecklich hartes Leben führten und sich mit ein bisschen Romantik und Rührseligkeit trösteten: »Mariechen saß weinend im Garten, im Grase lag schlummernd ihr Kind. / Mit ihren blonden Locken spielt' leise der Abendwind. / Sie saß so still und träumend, so einsam und so bleich, / und dunkle Wolken zogen, und Wellen schlug der Teich. . « Text: Joseph Christian Freiherr von Zedwitz (1832), Melodie: unbekannt


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 20. Juni 2017 12:24