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Der Quempas

4. Advent 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Ein Lied zeilenweise im Wechsel gesungen, jede Singgruppe aus einer anderen Kirchenecke, unten, oder oben auf der Empore: Das ist der Quempas. Dieser Wechselgesang, seit Jahrhunderten von Kindern am Heiligen Abend oder am Weihnachtstag in der Kirche vorgetragen, steht unter der Nr. 29 im Gesangbuch. Sein ursprünglich lateinischer Text beginnt mit den Worten „Quem pastores laudavere“. Aus den ersten Silben der Anfangsworte bildete sich ein neues Wort – Quempas.

Zur Aufführung des Quempas kann ein mehrstimmiger Chor hinzukommen. Unerlässlich ist der Abschluss durch die Gemeinde, die den Kehrvers „Gottes Sohn ist Mensch geborn“ singt. Orgelbegleitung ist für den Gesang des Quempas nicht nötig.

Das Lied führt mitten in die Weihnacht hinein, alles ist gleichzeitig da: Jesuskind, Hirten, Engel, Maria, die Könige, unser Lob und unsere Freude. Die Melodie des Quempas ist mit anderen weihnachtlichen Singweisen verwandt, z.B. „Kommt und lasst uns Christum ehren“ (EG 39) und „Nun singet und seid froh“ (EG 35).

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47