Kolumne

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Reformation und Musik

19. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Am 31. Oktober wird in Eisenach das neue Themenjahr der Reformationsdekade eröffnet. Für ein Jahr soll die Reformation in ihrer Beziehung zur Musik besonders bedacht und erlebt werden. Was ist das für eine Beziehung und was hat das mit uns zu tun?

Ein wichtiges Ziel reformatorischer Bewegungen, die neu entdeckte Mündigkeit der Gemeinde gegenüber dem Klerus, fand ihren Ausdruck im Kirchenlied. Anrufung, Verkündigung, Bekenntnis, Lehre, Gebet, Lob und Klage, Sammlung und Sendung - alle wesentlichen Elemente des Gottesdienstes einschließlich der Predigt wurden in Form von Liedern der Gemeinde in den Mund gelegt. Haben die Gemeinden, hat die evangelische Kirche dieses Ziel bis heute verstanden und erfüllt?

Zur textlichen Seite der hochtheologischen Kirchenlieder traten die altkirchlichen, weltlichen, neu komponierten Melodien. Aus denen schufen und schaffen KomponistInnen bis heute große Vokal- und Instrumentalkompositionen. Es wuchs die Erkenntnis, dass Evangeliumsverkündigung eine sinnliche, künstlerische Dimension besitzt. Die neue Theologie des Wortes brachte zugleich eine Theologie der Musik hervor.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47