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Motette

17. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Zum Losungstext (Röm 8,26) für diesen Sonntag gibt es eine große doppelchörige Motette von J. S. Bach. Motetten sind mehrstimmige Chorkompositionen und gehören zur Gattung der Vokalmusik. Möglicherweise kommt der seit dem 13. Jahrhundert gebräuchliche Begriff von dem französischen „mot“, auf Deutsch „Wort“. Das europäische kirchenmusikalische Repertoire besteht zu einem bedeutenden Teil aus Motetten, ein Teil, der bis heute anwächst.

Geistliche Motetten legen biblische und liturgische Texte mit musikalischen Mitteln aus; ein Meister der theologisch-musikalischen Textausdeutung war der Dresdner Hofkomponist Heinrich Schütz (1585-1672). Motetten werden für den Gottesdienst komponiert und haben auf ihre Weise Teil an der Wortverkündigung. Es gibt Introitus-, Psalm-, Evangelien-, Epistel- und Choralmotetten, ebenso die motettische Vertonung von Gebets- und Segenstexten.

Der Begriff wird auch für musikalische Andachten verwendet: Jeden Samstag besuchen viele Menschen die Motette in der Leipziger Thomaskirche.

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47