Kolumne

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Musik in der Bibel

14. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Neben biblischen Liedern enthält die Bibel bemerkenswert viele Stellen, in denen die Musik in Gestalt von Klängen oder Instrumenten eine Rolle spielt.

Aufgrund des siebenmaligen Umzugs um die Stadt Jericho unter andauerndem Hörnerklang bricht die Stadtmauer zusammen (Jos 6). Der junge Hirte und spätere König David spielt dem kranken König Saul auf der Harfe vor, das bewirkt zunächst Heilung, später auch Aggression (1 Sam 16 ff). Schellen am Gewand des Priesters schützen diesen bei der Begegnung mit Gott (2 Mos 28). Der Prophet Elisa fordert, um Gottes Weisungen hören zu können, einen „Spielmann“ (2 Kön 3) an, dessen Saitenspiel augenblicklich zum erwünschten Erfolg führt.

Was bedeuten diese wenigen Beispiele für uns heute? Musik hat Wirkkraft, das weiß schon das Alte Testament. Auch textlose, rein instrumentale Musik kann als Verweis auf ein Anderes, auf das Göttliche, erfahren werden. Bei der Auswahl und Ausführung der Musik in Gottesdienst und Konzert sollte diese spirituelle Dimension im Blick sein.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47