Kolumne

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Lieder der Bibel

13. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Auch wenn in der Bibel keine Noten stehen, so enthält sie doch viele Lieder, d.h. poetisch geformte Texte, die gesungen wurden. Mose und seine Schwester Mirjam sangen ein Loblied nach dem trockenen Durchzug durch das Schilfmeer (2. Mose 15). Hanna, die zunächst keine Kinder bekommen kann, singt als Dank für ihren ersten Sohn einen Lobgesang (1. Sam 2). Auch die Psalmen sind Lieder der Bibel, ihre Überschriften und ihre poetische Gestalt zeigen das.

Von den Liedern des Neuen Testaments sind besonders die in den ersten beiden Kapiteln des Lukasevangeliums übermittelten Lobgesänge der Maria (Magnificat), des Zacharias (Benedictus) und des Simeon (Nunc dimittis) bekannt, aber auch der Christushymnus im Philipperbrief (Phil 2, 6-11) ist ein Lied der ersten Christen.

Die biblischen Lieder sind immer wieder, bis heute, Vorlage für neue Vertonungen gewesen: große kirchenmusikalische Werke für Chor, Solisten und Orchester, aber auch Gemeindelieder und Kanons. Schauen Sie einmal im Evangelischen Gesangbuch nach!

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47