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Glaubensbekenntnis

12. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Glaubensbekenntnis – auch ein Bereich der Kirchenmusik? Ja. Denn die liturgischen Glaubensbekenntnisse sind Bekenntnis und Gotteslob zugleich. Das apostolische Glaubensbekenntnis und das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel besitzen hymnischen Charakter und wurden und werden bis heute auch gesungen. Ein weiterer altkirchlicher Lobgesang, gleichrangig mit den Bekenntnissen, nämlich das Te Deum (EG 191), zeigt besonders gut die enge Verbindung von Bekenntnis und Lob: In seiner deutschen Fassung des Te Deum laudamus übersetzt Luther das lateinische Wort „confiteri“, das eigentlich „bekennen“ meint, mit „danken“.

Neben dem „Herr Gott, dich loben wir“ (EG 191) bietet das EG zwei weitere Glaubenslieder an, Luthers „Wir glauben all an einen Gott“ (EG 183) und Schröders „Wir glauben Gott im höchsten Thron“ (EG 184). Und wenn das Glaubensbekenntnis im Gottesdienst gesprochen wird, dann wird das folgende Lied oder die Musik zum Credo („Ich glaube“) dem darin enthaltenden Lobpreis Gottes Gestalt verleihen.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47