Kolumne

zurück

Kolumne

Prinzipal

7. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Der Begriff Prinzipal bezeichnet ein Orgelregister, also eine Reihe von Orgelpfeifen. Prinzipalpfeifen sind der Grundbestand einer jeden Pfeifenorgel. Sie stehen vorne im Prospekt der Orgel, in der ersten Reihe – das lateinische Wort principalis heißt: der erste – und sind sichtbar. Bei einer großen Orgel sind die meisten Pfeifen im Inneren des Gehäuses untergebracht: Man kann sie nur sehen, wenn man in das Gehäuse hineingeht.

Prinzipalregister sind in der Regel Metallpfeifen, es gibt aber auch Holzprinzipale. Prinzipalpfeifen erkennt man an ihrer Mensur. Die Mensur gibt das Verhältnis von Länge und Breite einer Orgelpfeife an; Prinzipale sind in einer mittleren Mensur gebaut. Ihr Durchmesser ist nicht so weit wie bei Flöten- und nicht so eng wie bei Streicherregistern. Die Prinzipale sind die Grundlage des Orgelplenums, d.h. das volle Werk der Orgel basiert auf Pfeifen in Prinzipalbauweise. Bei manchen Orgeln klingen die Prinzipale aber so schön, dass sie auch als Soloregister verwendet werden können.

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




Copyright Evangelische Kirche in Deutschland2018 | Datenschutz | Impressum | Sitemap
Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47