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Intonation

6. Sonntag nach Trinitatis 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Intonation ist ein in der Musik oft verwendeter Begriff. Im Orgelbau versteht man darunter die Bearbeitung jeder einzelnen Orgelpfeife mit dem Ziel, ihr einen für den Kirchenraum angemessenen Klang unter Berücksichtigung von Lautstärke und Klangfarbe zu geben. Diese Arbeit wird von einem Intonateur entweder am Ende eines Orgelneubaus oder im Rahmen einer Orgelrestaurierung in einem sehr zeitaufwändigen Verfahren ausgeführt.

Das Wort Intonation kommt, wie viele musikalische Fachausdrücke, aus dem Lateinischen, es hat mit Ton, Spannung, Klang zu tun. Wenn die Organistin im Gottesdienst eine Intonation spielt, so handelt es sich um eine Einleitung zu einem folgenden Lied oder Gesang der Gemeinde oder des Liturgen. Intonationen kann man auch singen. In vielen Messkompositionen setzen Chor und Orchester nach der einstimmigen Intonation durch einen Solisten das Gloria oder das Credo mehrstimmig fort.

Intonieren heißt auch: Jemand stimmt an, indem er die erste Liedzeile singt, danach stimmen alle anderen ein.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47