Kolumne

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Musik s.c.

Pfingsten 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

s.c. ist die Abkürzung des lateinischen „sub communione“, auf deutsch: während der Austeilung des Heiligen Abendmahls. Die Austeilung kann in völliger Stille erfolgen, ihre Begleitung durch Musik ist aber schon im frühchristlichen Gottesdienst belegt. Luther wünscht zum Abendmahl den Gesang deutscher Lieder, u.a. Gott sei gelobet und gebenedeiet (EG 214), Jesus Christus, unser Heiland, der von uns den Gotteszorn wandt (EG 215) und Christe, du Lamm Gottes (EG 190.2).

Musik im Gottesdienst hat schon immer die Funktion gehabt, Prozesse und Prozessionen zu begleiten und damit ihre Bedeutung und ihren Wert anzuzeigen, ja, sie theologisch zu deuten. Dies gilt auch für die Abendmahlsmusik, die musica sacramenti. Ob die Gemeinde Lieder oder Psalmen singt, Chor oder Instrumente den Gang zur Kommunion begleiten – die ausgewählte Musik beeinflusst das theologische Verständnis der Mahlfeier als freudiges, festliches, ernstes, geheimnisvolles, erinnerndes, gemeinschaftliches oder um Vergebung bittendes Geschehen.

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47