Kolumne

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Ein neues Lied

Kantate 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

„Ein neues Lied“, so nannten der Pfarrer Otto Riethmüller und die Kirchenmusiker Gottfried Grote und Alfred Stier ihr 1932 herausgebrachtes Liederbuch für die deutsche evangelische Jugend. Es enthielt bei fast 500 Liedern nur wenige Melodien und Texte aus dem 20. Jahrhundert. Als neue Lieder sahen die Herausgeber die wiederentdeckten Lieder der Reformationszeit, besonders der Böhmischen Brüder um Michael Weiße, an. Aufgrund der hohen Verbreitung des Liederbuchs wurden die neuen alten Lieder, z. B. „Lob Gott getrost mit Singen“ (EG 243), bald in allen kirchlichen Kreisen gesungen.

Aus dem biblischen Ruf „Singet dem Herrn ein neues Lied“ erwächst der Kirchenmusik zweifellos eine dauerhafte Aufgabe. Eine singende Kirche ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss gewollt sein und gefördert werden. Und die Suche nach dem neuen Lied wird immer mit der Frage nach Gott verbunden bleiben. Manchmal wie in Psalm 40: „Ich harrte des Herrn […] er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unseren Gott“.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47