Kolumne

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Langsam oder schnell?

Misericordias Domini 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Eine wichtige kirchenmusikalische Aufgabe ist die Anleitung und Begleitung des Gemeindegesangs. Als Normalfall gilt die Begleitung des Gemeindegesangs durch die Orgel. Die Vielfalt der Möglichkeiten, den Gesang der Gemeinde anzuleiten, gerät dadurch allerdings aus dem Blick. In dieser Kolumne möchte ich damit beginnen, verschiedene Formen der Begleitung gottesdienstlichen Singens vorzustellen und zu diskutieren. Dies soll in loser, nicht regelmäßiger Folge geschehen. Heute geht es um die Frage: Langsam oder schnell?

Dazu gibt es keine generelle Antwort. Die Wahl des Tempos hängt von vielen Faktoren ab – Charakter des Liedes, Größe des Raums, Anzahl der Gottesdienstbesucher, Situation. Das wichtigste Kriterium ist: Kann die Gemeinde gut mitsingen? Tänzerische Melodien, z.B. „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ oder „In dir ist Freude“, verlangen ein beschwingtes Tempo. Die frohe Botschaft von „Christ ist erstanden“ entfaltet sich dagegen gut, wenn sie in einem festlich-hymnischen Zeitmaß gesungen wird.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47