Kolumne

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S.D.G.

Estomihi 2018

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

S.D.G. steht für Soli Deo Gloria, allein Gott die Ehre. Diese drei Buchstaben schreiben viele Komponisten, nicht nur Johann Sebastian Bach, unter ihre Werke. Gott ist ihr erster Adressat. Gleichzeitig wissen sie um die Wirkung der Musik auf die Menschen. Ziel und Zweck der Musik ist nach J. S. Bachs Meinung Gottes Ehre und die „Ergötzung“ und „Recreation des Gemüths“. Von der seelischen Heilkraft der Musik wird schon in der Bibel berichtet: David spielt dem Saul auf der Harfe vor und vertreibt damit zumindest zeitweilig die Depressionen des Königs. Dass Musik etwas mit uns macht, haben wir auch schon erlebt. Aber Musik zur Ehre Gottes? Was kann das bedeuten?

Mir fallen die „schönen Gottesdienste des Herrn“ (Ps 27,4) ein. Die absichtslose Feier der Nähe Gottes. Überfließende Zuwendung im Zeichen der Musik, im Gottesdienst wie im Konzert. Kunst als Gottes- und als Selbsterfahrung. Die Verbindung von Gotteslob und Lebensfreude. Der Überschwang in einem mitreißenden Rhythmus. Gottes Ehre – mein Wohlbefinden.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:47