Sonntag, 12. August 2012Carlow, Dorfkirche

"Singen und Sagen - Sagen und Singen | Kraftwerk Resonanz" - Chor- und Instrumentalmusik von Pauls Hindemith, Felicitas Kukuck, Ernst Pepping, Thomas Jennefelt und Johann Sebastian Bach

Lilienfelder Cantorei Berlin (Leitung: Klaus-Martin Bresgott) mit Anja Hawlitzki (Violine), Clemens Wagner (Saxophon), Johannes Paul Tschuschke (Gitarre), Hans-Christian Bresgott (Percussion) und Propst Bernhard Kähler (Lesungen)

Fotoimpressionen

Das 225. Konzert im Rahmen der Aktion “366+1, Kirche klingt 2012″ der EKD findet in der Dorfkirche Carlow statt. Unter der Leitung von Klaus-Martin Bresgott singt die Lilienfelder Cantorei Werke von Bach, Pepping, Kukuck, Jennefelt und Hindemith

Petra Haase begrüßt für den Kulturkreis Carlow die Besucher zum ersten Konzert in Mecklenburg-Vorpommern. Die Reihe zieht sich mit 42 Konzerten durch das Bundesland, von Carlow im Westen bis zum 22. September nach Gartz/Oder im Osten

Zuvor war “366+1, Kirche klingt 2012″ in Hamburg zu Gast. Der Hamburger KMD Volkmar Zehner (r) überbringt die Chronik von der Elbe und übergibt sie an LKMD Frank Dittmer (Greifswald), Initiator und Chorleiter Klaus-Martin  Bresgott (Berlin) und Pastor Bernhard Kähler (Carlow) (v.r.n.l.)

LKMD Frank Dittmer heißt die Konzertreihe in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Vorpommern willkommen und berichtet über die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinden im Rahmen der Reihe

Die Lilienfelder Cantorei lotet musikalisch den Kirchenraum aus. Nach Motetten von Ernst Pepping (1901 – 1981) erklingt die Air von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) in einer Bearbeitung für Singstimmen

Im Zentrum des Programms stehen die Todesfuge nach dem Gedicht von Paul Celan (1920 – 1970) von Felicitas Kukuck (1914 – 2011) und die Six Chansons nach Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) von Paul Hindemith (1895 – 1963). Im Werk Celans spiegelt sich die Sprachlosigkeit nach den Gräueltaten des Nationalsozialismus. Ihr stellt die Lilenfelder Cantorei das verlorene impressionistische Idyll der Verse Rilkes in den duftig hingetupften Chansons Hindemiths gegenüber

Verstörend schön. Die Todesfuge…

Als Hort von Trost und Sehnucht. Shalom chaverim, das Leit-Lied der Woche intonieren Gemeinde und Chor gemeinsam: die Blätter des Programmheftes rauschen wie Wind und Meer, der helle Klang von Schlüsselbünden erklingt im Rhythmus des Friedens.

Geigerin Anja Hawlitzki führt den achtstimmigen Kanon durch die Reihen der Carlower Dorfkirche

Mit ideenreicher Dynamik und sprachlicher Finesse – die Six Chansons von Paul Hindemith

Saxophonist Clemens Wagner und Geigerin Anja Hawlitzki spielen eine Phantasie über den Choral “Wer nur den lieben Gott lässt walten”. Währenddessen können die Besucher des Konzertes in der Kirche liegende Stolpersteine in Wunsch- und Erinnerungssteine verwandeln und sie vor dem Taufstein ablegen

Aufwühlend und elementar: “Virita criosa” des schwedischen Komponisten Thomas Jennefelt (*1954) für vierstimmiges Frauenensemble

Zum Abschluss des Programms “Singen und Sagen – Sagen und Singen” erklingt Paul Gerhardts Choral “Nun ruhen alle Wälder” in Sätzen von Heinrich Isaac (1450 – 1517) und Johann Sebastian Bach

Als Zugabe erklingt “Ich fahr dahin” aus dem Zyklus “So gib mir einen Kuss” von Frank Schwemmer (*1961)

Beim Auszug verteilen die Sängerinnen und Sänger Steine der Erinnerung an die Besucher

Die Chronik der EKD-Aktion “366+1, Kirche klingt 2012″ wird auch in Mecklenburg aufmerksam studiert

Und nach dem Konzert löscht Otto Bergemann die Kerzen an den frisch sanierten Kronleuchtern

Gruppenbild mit Chronik: Initiator und Chorleiter Klaus-Martin Bresgott (Berlin), Pastor Bernhard Kähler (Carlow), KMD Volkmar Zehner und Pastor Jasper Burmester (beide Hamburg-Volksdorf), Kantorin Annerose Lessing (Grevesmühlen, Wochenmanagerin der ersten Konzertwoche in Mecklenburg) und LKMD Frank Dittmer (Greifswald) (v.l.n.r.). Die Fotos aus Carlow sind von Andreas Schoelzel



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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23